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Jahreslosung 2021

Verlag am Birnbach

Herzlich Willkommen

auf der Homepage der  ev. Kirchengemeinden Reichelsheim/Wetterau.

Wir möchten Sie auf diesen Seiten über alles Wissenwerte in und aus unserer Kirchengemeinde informieren. Wir hoffen, dass Ihnen der Besuch auf unserer Seite gefällt und Sie alle Informationen finden, die Sie suchen.

Für Anregungen und auch Kritik sind wir offen und dankbar.

Musik für Frieden und Verständigung

„Das ist heute ein Tag, der nicht zur Freude beiträgt“, sagt Manfred Winter vom Reichelsheimer Kirchenvorstand am Abend des Volkstrauertages. „Lasst und mit Musik, wie wir es gerade erlebt haben, Brücken bauen und in eine friedvolle Zeit gehen“, ergänzt er. Winter dankt damit auch dem Ensemble um Organist Ralf Schäfer, das musikalisch, gefühlvoll, nachdenklich und hoffnungsvoll eine musikalische Vesper für den Frieden gestaltet hat.

Über die Liedauswahl sind die mehr als 50 Gäste in der Kirche zum Nachdenken über vergangene und jetzige Kriege angeregt worden. Den Auftakt zur Vesper gestaltete Schäfer an der Orgel mit Birgit Pemsel an der Klarinette klezmerartig. Nur wenige Takte sind nötig, um in den Bann dieser Musik gezogen zu werden. Melancholisch und zugleich hoffnungsvoll.  Beide Musiker haben sich für das jüdische Sündenbekenntnis aus der Synagogalmusik im Deutschland des 19. Jahrhunderts entschieden sowie die Titelmelodie aus dem Film Schindlers Liste.   „Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“, erklingt Schäfers Stimme. Friedlich, harmonisch erklingen nun fünf Frauenstimmen, die „Dona, dona“ anstimmen. Anna Beyster, Claudia Paul, Jana und Sabine Schubert sowie Natalie Stoll übernehmen gemeinsam mit Schäfer an der Orgel den Hauptpart der Vesper. Sie präsentieren christlich geprägte Lieder für den Frieden aus dem Repertoire des evangelischen Gesangbuchs wie „Heilig, heilig“ oder das von Dietrich Bonhoeffer kurz vor Weihnachten 1944 aus dem KZ an seine Verlobte und Familie geschriebenen Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Ein Part der Vesper bildeten jüdische Melodien wie „Hevenu schalom alejem“, „Hawa nagila hawa“ oder „sabbath prayer“. Olga Stroba steuerte das polnische Lied „Milosc ci wszytko wybaczy“ , das im Deutschen so viel bedeutet wie „Liebe vergibt alles“ aus dem Film „Der Überläufer“ nach dem Roman von Siegried Lenz, begleitet von Klarinette und Orgel bei.

Schäfer gestaltete die Übergänge zwischen den Beiträgen mit Gedichten, das wirkte besonders ergreifend, zumal der Blick der Gäste so auf die Paramente am Altar gelenkt worden sind, wo sie sich beim künstlerisch gewebten Bild der Friedenstaube sammelten. Bekannte Friedensmelodien gehörten ebenso zum Programm, ergreifend gestalteten Claudia Paul und Sabine Schubert untermalt mit Orgeltönen „Sag mir wo die Blumen sind“. Mit dem tröstenden „Sei behütet auf deinen Wegen“ vom Kirchenliedermacher Clemens Bittlinger wurden die Gäste aus der Reichelsheimer Kirche verabschiedet. Sie applaudierten langanhaltend und blieben länger auf ihren Plätzen, um den Nachhall des musikalischen Statements für den Frieden zu genießen. „Wir haben den Abend als musikalisches Kunstwerk aufbauend aufeinander gestaltet, da passt am Volkstrauertrag keine Zugabe“, erklärt Schäfer, der nach der Vesper lobende Worte von etlichen Gästen zu hören bekam.

Die nächste musikalische Vesper gestalten Ralf Schäfer und Freunde am Samstag, 17. Dezember, 17 Uhr in der Reichelsheimer Kirche. Dann präsentieren sie adventliche und weihnachtliche Stücke. Andreas Schmidt (Trompete) und Beate Fleischer (Querflöte) ergänzen Gesang und Orgel.

13.11.2022 Text: Ines Dauernheim

Musikgenuss in der Kirche

Toni Di Napoli und Pietro Pato sind „Tenöre4you“. Die beiden gastieren am Freitag, 30. September, 19.30 Uhr in der evangelischen Laurentiuskirche in Reichelsheim. Sie versprechen einen wunderbaren Musikgenuss in dem Gotteshaus. Ihre Gäste werden sie mit Songs wie „My Way“, „Halleluja“, „I am Sailing“, „Volare“ oder „You raise me up“ unterhalten. Die beiden Profis wissen mit ihren Stimmen eine einzigartige Stimmung in der Kirche zu erzeugen. Bekannt sind sie aus vielen TV-Auftritten, gemeinsamen Programmen mit Helmut Lotti, Sandy Mölling oder dem Filmorchester Babelsberg. Ihr stilvolles Programm im Pop-Klassik-Stil präsentieren sie gern in Kirchen, vor einigen Monaten gastierten sie in Melbach, nun zeigen sie ihr Können in Reichelsheim. Tickets gibt’s im Vorverkauf im Pfarrbüro der Kirchengemeinde Reichelsheim zu den Öffnungszeiten (mittwochs 16 bis 18 Uhr, freitags 14 bis 16 Uhr) sowie bei Schreibwaren Walther, Bingenheimer Straße 8, bei Neun zieht an, Bingenheimer Straße 21 oder im TUI Reisecnter, Stresemannstraße, Bad Nauheim sowie im Internet bei Eventim und unter www.tenoere4you.de.

Gemeinsamer Gottesdienst in der Reithalle

 „Wir haben auch dieses Jahr wieder mehr geerntet als gesät“, mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Lars Stephan die Gottesdienstbesucher in der Reichelsheiemer Reithalle. Dort wo normalerweise Pferde traben und galoppieren hatte die Reichelsheimer Kirchengemeinde einen Gottesdienstraum gestaltet: Karotten, Kohlrabi, Äpfel, Quitten, Sellerie, Weizen, Mais und Zuckerrüben zeugten am aus Strohballen gestalteten Altar dafür, was im vergangenen trockenen Sommer aus Samen gedeihen konnte, dazu Stühle und Bänke für weit mehr als 200 Gottesdienstbesuchende.

„Heute sind wir dankbar für die vielen Jugendlichen, die ihre Konfirmandenzeit beginnen“, sagte Pfarrerin Andrea Krügler. Denn im zentralen Erntedankgottesdienst sind 50 zu Konfirmierende in ihre Konfirmandenzeit eingeführt worden. „Aus acht Gemeinden im Nachbarschaftsraum Mittlere Wetterau begrüßen wir die Konfirmanden im gemeinsamen Kurs, dazu sind heute auch die Konfirmanden aus Berstadt hier“, sagte Krügler. Bereits am Tag zuvor haben sich die jungen Christen aus Beienheim, Weckesheim, Melbach, Södel, Staden, Stammheim, Reichelsheim und Wölfersheim in einem Konfirmandentag unter der Regie der beiden Pfarrer und Gemeindepädagogin Ulrike Martin mit dem Thema Erntedank auseinandergesetzt. Dabei ging es um den Weg vom Korn zum Brot, um faire Arbeitsbedingungen, Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen sowie das Teilen.

Auf dem Bauernhof der Familie Marloff schauten sich die Jugendlichen am Tag vorm Erntedankgottesdienst die diesjährige Ernte an, sie erfuhren welche Maschinen nötig sind, um die Felder mit Weizen zu bestellen, zu pflegen und zu ernten. Gemeinsam mit Christina Marloff wurde aus Weizen Brot gebacken, das im Gottesdienst zum Abendmahl mit Trauben gereicht wurde. „Gott hat seinen Segen für die Ernte gegeben“, machte Pfarrerin Krügler deutlich. Es sei sehr schön, dass so viele Jugendliche sich mit den Gemeinden auf den Weg in ihr Konfirmandenjahr machen. Jede einzelne und jeder einzelne zu Konfirmierende stellte sich namentlich vor und erhielt aus den Händen der Kirchenvorsteher eine Bibel. „In der werden wir in den nächsten Monaten immer wieder lesen“, erklärte Stephan.

Musikalisch gab’s für die Jugendliche eine Überraschung: Heike von Blankenburg (Sopran), Annelie Richter (Saxophon) und Ralf Schäfer (E-Piano) stimmten den Song „The Lord bless you“ an. Gemeindepädagogin Ulrike Martin ergriff das Wort, um die Eltern der Konfirmanden zu einem Elternstammtisch einzuladen. „Sie dürfen ihre Kinder aber auch zu den Gottesdiensten begleiten, wir hoffen, dass wir uns in den nächsten Monaten weiter kennenlernen werden“, sagte der Reichelsheimer Kirchenvorsteher Manfred Winter. Er dankte der Familie Marloff, dass sie den Konfirmandentag unterstützte ebenso wie Simone Steten, die den Erntedankaltar aufgebaut hat sowie dem Reitverein Reichelsheim, der die Halle zur Verfügung gestellt hat. „Es ist nicht üblich, dass außerhalb des Kirchenvorstands viele Helfende da sind, danke dafür.“ Erfreut zeigte sich Winter über die Jugendlichen des vergangenen Konfirmationsjahrgangs, die als Teamer die nun folgenden Konfirmanden begleiten werden.                                                   
(Ines Dauernheim)

 

Den Konfirmandenjahrgang 2023 bilden:

Aus Reichelsheim: Stella Barzantny, Fill Borse, Tim Dechert, Jannis Freyer, Frederike Klös, Charlotte Koscharre, Luca Lauber, Emilia Mathis, Zoey Petring, Pascal und Jonathan Steten

Aus Södel und Melbach:
Marvin Frischholz, Artur Glaas, Sarah Kögler, Lenny Boch, Lynn Glässner, Lukas Heinzmann, Emily Krause, Nelly-Marie Kreuter, Gregor Kuhlmann, Ben Munz, Mia Rosenbecker, Emily Rupprich, Josefin Scop und Lennox Schäfer.

Aus Staden und Stammheim: Jannick Broger, Paula Jaschke, Chantal Zinke, Jannik und Maurice Faust, Teresa Kroll, Kira Nagel, Mika und Max Sauer, Quentin Voigt und Luca Zebisch.

Aus Beienheim und Weckesheim: Adelina Kammerloch, Larissa Penow, Paul Schmidt, Kea-Mae Tennro, Elias Wagner, Tristan Blum, Mia Sophie Palmer, Mia Puhl und Tom Ritschel.

Aus Wölfersheim: Colien Bachert, Dennis Diehl, Mika Dreßler, Kimberly Geiß, Tim Hofmann, Emilia Kissner, Lina Ludwig, Jiali Morado und Vivien Pfeffer.

Gesegnet auf Reisen

„Erkennen Sie Gott im Alltag, gerade jetzt, wenn sie auf Reisen gehen“, hat Pfarrer Kai R. Wornath fast drei Dutzend Zuhörenden im Dorn-Assenheimer Kirchgarten zugerufen. Gemeinsam mit seiner evangelischen Kollegin Andrea Krügler hat er den ökumenischen Abendgottesdienst mit Reisesegen gestaltet.

Die beiden Geistlichen sind in ihrer gemeinsamen Predigt auf Reisen durch die Bibel gegangen und berichteten von Personen, die auf Reisen gegangen sind. Wie Abraham, der auszog und das Ziel nicht kannte, die Heiligen drei Könige, die Jesus an der Grippe besuchten und dann nicht wieder zurück zu König Herodes gingen oder die Emmaus-Jünger, die nach Jesus Tod sich wohl eher ziellos nach Emmaus aufmachten. Alle hätten auf ihren Wegen besonderes erlebt und Begegnungen mit Gott und dem Glauben gehabt. So sei Reisen immer etwas Besonderes, ein Aufbruch aus dem Alltag, der einem Gott näher bringen könne.

Musikalisch stimmten Ralf Schäfer (E-Piano), Andreas Schmidt (Trompete) und Michael Möbs (Tenor) beschwingt auf die lockere Urlaubszeit ein. Es gab Titel zu hören wie „What a wonderful world“, „Auld lang syne“ sowie „Somewhere over the rainbow“ und „Moon river“. Die ökumenische  Gemeinde aus Reichelsheim und Dorn-Assenheim stimmte die Lieder „Geh aus mein Herz und suche Freud“, „Großer Gott wir loben dich“ sowie „Möge die Straße uns zusammen führen“ an. Zum Ende des Gottesdienstes baten Wornath und Krügler die Gäste die Hände zur Schale zu falten, um den Reisesegen annehmen zu können.

Anschließend hatten die beiden Gemeinden einen Imbiss vorbereitet, der im Kirchgarten verspeist wurde. Der laue Sommerabend lud zu Gesprächen über Reiseziele in den Ferien sowie die nächsten verbindenden ökumenischen Angebote ein. (Text und Fotos: Ines Dauernheim)
Stand: 17.07.2022

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